Montag, 28. Mai 2012

Das "Problem" im Video

Hier ein Video, auf dem man sehen kann, was uns die Punkte in der Prüfung kostet. Ich zeige das 'mal anhand des misslungenen Richtungsapport (Internationale Obedience Klasse 2). Klara ist nicht auf die Übung fokussiert und mit dem Kopf ganz woanders. Das Video zeigt, dass es (mindestens) folgende Schwächen gibt:
  1. Unkonzentrierte Fußarbeit
  2. Vorwegnehmen des Steh an der Pylone
  3. Zögern beim Hörzeichen zum Apport.
  4. Abbremsen beim Zurückkommen, inklusive Fallenlassen des Apportels

Die Übung wurde noch mit 5 Punkten gewertet.

Samstag, 26. Mai 2012

Obedience mit Klara. Eine Neuorientierung

Das letzte Jahr lief hundesportlich nicht so, wie von mir geplant. Mit Klara sitze ich in der Klasse 2 fest. Zwar waren wir im letzten Jahr 'mal dicht 'dran ein "V" (vorzüglich) und damit den Aufstieg zu erreichen, aber dann wurde es immer schlechter und im Herbst in Lübeck war Klara ziemlich von der Rolle. Das hat sich bei den Prüfungen in diesem Jahr vorgesetzt, so dass ich da erst 'mal grundsätzlich nachdenken muss.

Dabei ist da Problem gar nicht so sehr, dass Klara die Übungen nicht kann. Da gibt es - natürlich - auch noch Schwächen, aber im Kern ist das Problem ein anderes: Klara ist bei den Prüfungen mit dem Kopf nicht bei der Sache und so werden für sie Umweltreize interessanter, was sich natürlich nicht für eine akzeptable Leistung förderlich ist.

Den nächsten Start wird es erst wieder im Herbst geben. Bis dahin werde ich 'mal testen, ob man an so etwas arbeiten kann, wie der "Einstellung" des Hundes zur Prüfung. Ich bin gespannt, wie es laufen wird.

Montag, 26. April 2010

Klickerseminar bei Nina Miodragovic oder das "Allzweckputzmittel"

Am Wochenende haben Nicola und ich uns ein Seminar bei Nina (Miodragovic) gegönnt. Dank Dianas und Christinas Organisationstalent :D konnte Nina noch so gerade passend einfliegen, auch wenn sich diverse Vulkane darin versuchten, dass alles zu verhindern. Diese Probleme waren aber schnell vergessen, weil Hamburg und Umgebung sich von der besten Seite zeigten und wir an beiden Tagen strahlenden Sonnenschein hatten.

Zum Seminar konnten die Teilnehmer mit Hund die Themen "frei nach Wunsch" bestimmen, wobei Nina die Wünsche natürlich vorher mitgeteilt wurden. Trotzdem kannte sie ja die Hunde nicht und wir wissen es ja aus der Forenwelt, wie unklar manche Beschreibungen sind, weshalb ich es um so faszinierender finde, dass sich in der konkreten Arbeit für jedes der einzelnen Teams eigentlich immer ein Weg für die weitere "Heimarbeit" ergab.

Als Voraussetzung verlangte Nina von den Teams eigentlich nur, dass die Hunde geübte Freiformer sind und es auch schon schon 'mal vertragen, wenn ein Klick ausbleibt. Weil es in der Einladung stand, hatte ich auch noch extra versucht einen "Trick" einzuüben, obwohl ich da sonst doch eher etwas nachlässig bin. Klara hat mich da aber unterstützt und so hätten wir durchaus auch ein "Einräumen" zeigen können. Aber das wollte Nina dann doch nicht sehen und hat stattdessen einfach nur den Klicker in die Hand genommen und uns Menschen, die wir gerade mit unserem Hund dran waren, aufgefordert, den Hunden das Signal für das free-shaping zu geben, um dann aber selbst zu klicken, während wir dann das Futter gegeben haben. Auch da hat Klara gezeigt, dass sie frei formen kann, auch wenn wir eigentlich keine Tricks beherrschen und durften dann auch so weiter mitmachen.

Nun bin ich ja eigentlich kein Frischling mehr und doch habe ich mich dann gleich bei einem typischen Anfängerfehler erwischen lassen. Weil Klara natürlich erstmal alles abrüsseln musste, habe ich sie natürlich ganz amateurhaft nur mit ihrem Namen, und dann auch noch wiederholt, gerufen. Den Ruf "Klara!" habe ich da als Allzweckputzmittel (laut Nina) für jede Gelegenheit benutzt.

Gearbeitet haben wir dann natürlich auch noch (irgendwann begreife selbst ich, dass man nicht nur Geräusche machen muss, damit der Hund ahnt, was man von ihm will) und so konnte ich am Abrufen mit Steh, den Wendungen und Winkeln, sowie an Sitz und Platz aus der Bewegung arbeiten. Dabei hat Nina sehr klar gemacht, dass ein erfolgreiches Obedience-Training eigentlich nur gelingen kann, wenn man im Team mit Trainingspartnern arbeitet, weil sich sonst einfach zu viele Fehler unbewusst einschleichen. Auch dafür war ich ein gutes Beispiel. ;)

Zwischen den Trainingseinheiten mit Hund, gab es auch Theoriestunden, in denen wir einzelne Beispiele von Trainingsproblemen besprochen haben und auch den Aufbau von bestimmten Übungen, in Abhängigkeit von Besonderheiten der einzelnen Hunde. Distanzkontrolle, Geruchsunterscheidung und anderes konnten wir so besprechen und die verschiedene Möglichkeiten des Aufbaus sehen.

Mir persönlich hat es auch Spaß gemacht die anderen Teams zu sehen. Da waren einige wirklich klasse zusammenarbeitende Teams (*) dabei! Mitgenommen habe ich zudem viele Ideen für das eigene Training, aber auch jede Menge Anregungen für meine Gruppen.

Ganz besonders bemerkenswert für mich war, dass es kein Widerspruch ist, wenn man ehrgeizige Ziele mit seinem Hund verfolgt und wirklich an Details für ein Prüfungsniveau der höheren Klassen arbeitet und der Freude die man dabei trotzdem mit seinem Hund haben kann (und muss!). Es gibt da den fließenden Übergang von Spiel zu Sport zu Arbeit, der eigentlich in jeder dieser Kategorien für Mensch, wie Hund befriedigend sein sollte, auch wenn vielleicht die Ernsthaftigkeit in der Reihe zunimmt. Wie das funktionieren kann, hat Nina vermittelt.

(*) Wenn's innteressiert: Ich war der einzige Mann dabei.

Mittwoch, 26. August 2009

Warum schlechte Hundetrainer oft so triebvolle Hunde haben

 Schon 'mal gehört: "Trieb machen"? Das ist schon ein seltsamer Ausdruck. Trieb, so dachte ich, als ich diesen Ausdruck zum ersten mal hörte, kommt doch irgenwie aus dem Inneren.  Nach Siegmund Freud etwa ist Trieb "eine kontinuierlich fließende innersomatische Reizquelle" und wer kennt nicht das Dampfkessel Bild, das Konrad Lorenz bekannt machte?

Aber Hundesportler, die können Trieb "machen" und wie Susan Garrett meint, sind schlechte Hundetrainer ganz besonders gut darin:


Building Drive by 'being' a Bad Dog Trainer

Bleibt mir nur noch zu sagen: Get it!


Sonntag, 23. August 2009

Longieren mit dem Hund?

Der neue und angesagte Sport mit dem Hund ist ja wohl das Longieren und die Geister streiten sich, wie ehedem. Ist der "Geist" des Longierens nur dann präsent, wenn der Hund aus dem Innenraum vertrieben wird, oder darf man das auch als ganz gewöhnliche Lernaufgabe mit dem Klicker erarbeiten? Ersteres fördert die Kommunikation, letzeres ist (natürlich ;)) bloße Konditionierung!
Wie auch immer, irgendwie habe ich Lust, das 'mal mit Klara auszuprobieren. Eine Vereinskollegin kann da vielleicht 'was organisieren und dann werde ich ja sehen, was es mit dem "Verdrängen" auf sich hat und ob das für den Hund eine Zumutung ist oder ob es, wie behauptet, die Kommunikation zwischen Hund und Halter stärkt. Ein bisschen fürchte ich, dass ich da mit meiner Klickerbrille wieder zu nüchtern und skeptisch 'drauf schauen werde, aber andererseits denke ich, dass Klara dabei eine Menge Spaß haben könnte und allein das ist doch einen Versuch wert!

Montag, 20. Juli 2009

Windige Angelegenheit

Im Moment liegen alle drei Hunde um mich herum. Halb unter dem Schreibtisch, halb unter meinem Stuhl. Fehlt nur noch der prasselnde Kamin und das perfekte Bild von Hund und Herr ist Realität. Dabei ist gerade Sommer und nicht Winter. Zugegeben, es ist windig und regelmäßig schauert es. Zudem habe ich noch die Tür zur Dachterrasse offen und das lässt im Zimmer Blätter rascheln und flattern.
Mal wieder keine Romantik, sondern bloße Suche nach Sicherheit treibt die Viecher zu mir. Aber wenigstens kann ich mir einbilden, dass sie sich bei mir sicherer fühlen. Ist ja auch was...

Sonntag, 19. Juli 2009

Keratitis superficialis chronica

Leider wurde bei Klara eine Keratitis superficialis chronica, auch bekannt als Schäferhundkeratitis festgestellt. Dabei handelt es sich um eine Hornhautentzündung, die markierte Pigmentinseln auf Klara's Augevor allem bei Schäferhunden auftritt und wohl unheilbar ist.
Was mich ein wenig beruhigt, ist, dass sich die Entzündungprozesse, die zu Ablagerungen in der Hornhaut führen (siehe Bild) durch Medikamente wohl einigermaßen behandeln lassen. Nun bekommt sie jeden Morgen und Abend Augentropfen auf der Basis von Cyclosporin. Das ist ein Medikament aus der Transplantationsmedizin, dass dort zur Minderung der Abstossungsreaktion eingesetzt wird und bei der KSC die fehlgeleitete Autoimmunantwort des Auges dämpfen soll.
Klara findet das natürlich nicht so toll, wenn ich ihr die Tropfen ins Auge verabreiche, aber sie lässt es sich doch problemlos gefallen und den Hundekeks danach verschmäht sie auch nicht.
Mal sehen, wie sich das so weiterentwickelt. Grelles Sonnenlicht werden wir wohl erstmal mit Klara meiden, da UV-Strahlen im Verdacht stehen, den Entzündungsprozess zu beschleunigen.

Obedience PO 2022: Positionen aus der Bewegung innerhalb der Freifolge

Einleitung Letztens hatte ich mich schon mal mit der neuen Übung "Positionen aus der Bewegung" (PadB) der Klasse 3 beschäftigt. ...